Open Source Program Office
Open Source ist unsere DNA

OSPO bei SerNet

Das Open Source Program Office, kurz OSPO, bündelt Wissen, Erfahrungen und Ansprechpartner rund um Open Source Software (OSS) bei SerNet. Es macht sichtbar, was SerNet seit vielen Jahren auszeichnet: freie Software professionell entwickeln, rechtlich sauber nutzen, in Communities mitarbeiten und wirtschaftlich verwerten.

Open Source ist bei SerNet kein Buzzword aus dem Marketing. Seit der Gründung prägt Freie und Offene Software unsere Produkte, Infrastruktur, Arbeitsweise und das gesamte Geschäftsmodell.

Der Ursprung liegt in der Arbeit mit Linux und wurde viele andere freie Software-Produkte stetig bis heute ausgebaut: offener Quellcode, nachvollziehbare Entwicklung, veränderbare Software, geteiltes Wissen und Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg.

Das zeigt sich in unseren kommerziellen Produkte verinice und SAMBA+, im Einsatz offener Standards und Open-Source-Komponenten in der eigenen IT sowie in einer Organisation mit kurzen Wegen und technischer Eigenverantwortung. Alles was SerNet veröffentlicht, steht unter einer freien Lizenz und wir fördern Projekte unserer Kolleginnen und Kollegen, die eigene Arbeiten unter freier Lizenz veröffentlichen.

Open Source heißt für uns nicht kostenlos und unverbindlich. Open Source heißt: nachvollziehbar, veränderbar und bereit für den professionellen Einsatz.

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Aufgaben des OSPO

Das OSPO ist Anlaufstelle für alle Open-Source-Fragen bei SerNet. Es unterstützt insbesondere dort, wo freie Software auf regulatorische Anforderungen in rechtlicher, organisatorischer und wirtschaftlicher Verbindung betrifft.

Dazu gehören Fragen, die in einem Open-Source-Unternehmen regelmäßig entstehen: 

  • Welche Lizenz passt zu einem Projekt? Wie wird Quellcode veröffentlicht?
  • Welche Pflichten entstehen durch Weitergabe?
  • Was bewirken DSGVO, NIS2, CRA oder DORA für Produktion und Handel mit freier Software?
  • Wie gebe ich Verpflichtungen aus OpenSource sauber an meine Kunden weiter?
  • Wie gestalte ich AGB bzw. “Terms & Conditions” und Individualverträge?
  • Und wie lassen sich Geschäftsmodelle mit freier Software sauber aufstellen?

Konkret unterstützt das OSPO mit Antworten für verschiedene Stakeholder:

  • Geschäftsleitung:
    Regulatorischen Anforderungen und Strategie für die OSS-Governance im Unternehmen
  • Beauftragte für Datenschutz und Informations-Sicherheit:
    Risiko- und Compliance-Management für Datenschutz, Informations- und Produktsicherheit
  • Technische Teams:
    Veröffentlichung von Quellcode und korrekte Lizenzierung
  • Vertrieb & Marketing:
    Korrekte Verträge für die irtschaftliche Verwertung freier Software
  • Mitarbeitende:
    Veröffentlichung eigener Software und Beiträge zu externen Projekten
  • Communities und andere OSPOs:
    Austausch und Engagement mit allen Partnern, Verbänden, Kunden und Lieferanten

SerNet steht für Open Source Software, die im professionellen Einsatz funktioniert.

Freie Software ist für uns kein Widerspruch zu wirtschaftlicher Verwertung. Gute Open-Source-Software braucht Finanzierung, Pflege, Support und Menschen, die dauerhaft Verantwortung übernehmen.

Dabei geht es nicht um “free beer”, sondern um “free speech”: um zugänglichen Quellcode, Nutzungsrechte, Veränderbarkeit und die Möglichkeit, Software selbst zu prüfen und weiterzuentwickeln.

SerNet verbindet freien Quellcode mit professionellen Leistungen: Entwicklung, Support, Subscriptions, Wartung, Consulting, Integration und Betrieb. Der Quellcode ist für alle Anwendende offen. Der Mehrwert entsteht dort, wo Erfahrung, Verantwortung und Projektnähe zusammenkommen.

Diesen Anspruch leben wir auch als Nutzerin von Open Source. Wo SerNet selbst Unterstützung einkauft, setzen wir auf Unternehmen, die Open Source professionell tragen und ein ähnliches Verständnis von freier Software haben: nicht als Spendenmodell allein, sondern als verlässliche Leistung.

Auch intern setzt SerNet auf offene Standards, Open-Source-Komponenten und eigene Integrationen, wenn sie Abhängigkeiten reduzieren und Systeme nachvollziehbar halten.

Für Kunden entsteht daraus ein anderer Wert: keine Blackbox, sondern prüfbare Software mit professioneller Unterstützung in Entwicklung, Wartung und Betrieb.

Professioneller Open-Source-Einsatz braucht klare Regeln. Besonders dann, wenn Software geschäftskritisch betrieben, weitergegeben oder in regulierten Umgebungen eingesetzt wird.

Das OSPO begleitet rechtliche und regulatorische Fragen. Dazu gehören Lizenzthemen ebenso wie Anforderungen aus DSGVO, NIS2 und Cyber Resilience Act (CRA). Auch im Rahmen der ISO/IEC-27001-Zertifizierung der SerNet ist Open Source als Teil der eigenen IT-Governance berücksichtigt.

Open Source wird bei SerNet nicht als Sonderfall behandelt. Sie gehört in Prozesse, Risikobetrachtungen, Lieferketten, Dokumentation und Nachweisführung.

Auch Mitarbeitende profitieren von diesem Rahmen. Viele bringen sich in Open-Source-Projekte ein – teils im direkten SerNet-Kontext, teils unabhängig davon. Wenn dabei Fragen zu Lizenzen, Veröffentlichungen, rechtlichen Rahmenbedingungen oder organisatorischer Unterstützung entstehen, können sie sich an das OSPO wenden und auf bestehende Schutzmechanismen des Unternehmens zurückgreifen.

So entsteht ein interner Anlaufpunkt für Open-Source-Engagement, ohne jedes Projekt zu einem SerNet-Projekt zu machen. Das respektiert die Eigenständigkeit der Mitarbeitenden und gibt zugleich Orientierung, wenn Unterstützung gebraucht wird.

Open Source entsteht nicht allein durch Code. Projekte brauchen Austausch, Infrastruktur, Pflege und Menschen, die Aufgaben über den eigenen Beitrag hinaus übernehmen. SerNet trägt seit vielen Jahren zu solchen Strukturen bei – sichtbar und im Hintergrund.

Besonders deutlich wird dieses Engagement im Samba-Umfeld. SerNet beschäftigt Entwicklerinnen und Entwickler, die dort fachlich mitarbeiten. Auch das Release Management von Samba wird seit vielen Jahren durch SerNet getragen. Das stärkt Kontinuität, Qualität und Verlässlichkeit im Projekt.

Dazu kommt die sambaXP als eigene internationale Konferenz rund um Samba und SMB-Technologien. Darüber hinaus beteiligt sich SerNet an externen Veranstaltungen im Open-Source-Umfeld, etwa durch Sponsoring, fachliche Beiträge oder organisatorische Hilfe. So entstehen Räume für Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer – auch jenseits eigener Produkte und Projekte.

Auch Mitarbeitende der SerNet bringen sich in Open-Source-Projekte ein – teils mit direktem SerNet-Bezug, teils unabhängig davon. Das OSPO ist dafür eine Anlaufstelle: Es gibt Orientierung bei Fragen zu Lizenzen, Veröffentlichungen, Infrastruktur, Sichtbarkeit oder Organisation und kann einordnen, welche Form der Unterstützung im jeweiligen Fall sinnvoll ist. So bleibt Open-Source-Engagement bei SerNet sichtbar, anschlussfähig und prüfbar.

In einzelnen Fällen übernimmt SerNet organisatorische Aufgaben: etwa durch Infrastruktur, administrative Abläufe oder als Fiscal Host für geförderte Projekte. Solche Beiträge machen Open-Source-Arbeit planbarer und stärken Community-Strukturen.

Das OSPO stärkt zudem den Austausch mit Communities, anderen OSPOs, Partnern und Verbänden. SerNet bringt Open-Source-Perspektiven dort ein, wo Rahmenbedingungen für den professionellen Einsatz freier Software entstehen: in Verbänden, bei Beschaffungsthemen und im Austausch mit Organisationen wie Linux Foundation, Bitkom, TeleTrusT und der Open Source Business Alliance.

Viele Organisationen nutzen Open Source produktiv. Entscheidend ist, ob Auswahl, Pflege, Compliance und Betrieb professionell organisiert sind.

SerNet unterstützt Kunden bei der Bewertung, Integration, Entwicklung, Wartung und dem Betrieb von Open-Source-Software. Dabei geht es um technische Fragen ebenso wie um Lizenz-, Governance- und Betriebsfragen. Gerade in sicherheitsrelevanten Umgebungen wird Open Source so zu einem Baustein digitaler Souveränität und souveräner Infrastrukturen.

Typische Themen sind:

  • Bewertung geeigneter Open-Source-Komponenten
  • Integration in bestehende Infrastrukturen
  • Lizenz- und Compliance-Fragen
  • Maintenance und Sicherheitsupdates
  • Subscriptions und Support-Modelle
  • Entwicklung im Kundenauftrag
  • Betrieb geschäftskritischer Open-Source-Systeme
  • Reduzierung proprietärer Abhängigkeiten

SerNet arbeitet dabei sowohl mit professionellen Anwendenden als auch mit Herstellern und Betreibern von Open-Source-Lösungen.


Kontakt zum OSPO

Das OSPO der SerNet ist Ansprechpartner für Fragen rund um Open Source bei SerNet: zu Projekten, Community-Arbeit, Lizenz- und Governance-Themen, regulatorischen Entwicklungen und wirtschaftlich verwertbarer Open Source.

Im Fokus stehen Austausch, Einordnung und Vernetzung – mit Communities, anderen OSPOs, Verbänden, Partnern und Organisationen. Auch Fragen zu Open-Source-Engagement, Veranstaltungen oder organisatorischer Unterstützung können hier eingeordnet werden.

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