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"SerNet tief im Herzen"

Reinhild Jung, Manuela Bachmeier, Oliver Seufer und Dr. Johannes Loxen

Serhr nettes Team: Reinhild Jung, Manuela Bachmeier, Oliver Seufer und Dr. Johannes Loxen

Die SerNet feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Insbesondere die Menschen machen das Göttinger IT-Unterneh- men stark – und eben sehr nett.

Dieser Text ist zuerst in der Sommer-Ausgabe 2022 des Magazins Charakter erschienen. 

SerNet steht für die vielen Menschen, deren Lebenswege sich in einem Vierteljahrhundert Firmengeschichte gekreuzt haben. Da sind natürlich die Gründer Volker Lendecke, Dr. Johannes Loxen und Lutz Preßler. Da sind aber vor allem ihre Kolleginnen und Kollegen wie Manuela Bachmeier, Reinhild Jung und Oliver Seufer, die SerNet lange Zeit in herausgehobenen Positionen prägten und prägen.

Stolze 19 Jahre begleitete Manuela Bachmeier – vielen noch bekannt als Niesmann – die Firma. Dabei kam sie 2000 eher durch Zufall in das noch junge Team. Im tiefsten Winter, mit Bewerbungsunterlagen für ein anderes Unternehmen unter dem Arm, traf sie am verschneiten Briefkasten des Medienhauses Johannes Loxen. Ein kurzes Gespräch und etwas Bedenkzeit später, übernahm sie die Verwaltung bei SerNet, baute Trainingsmanagement, Buchhaltung und Marketing aus, netzwerkte u.a. bei den Wirtschaftsjunioren. Die erste Messe mit eigenem SerNet-Auftritt war: "Der Linuxtag in Karlsruhe. Ich war erstaunt über diese Linux-Welt. Open Source war damals eher noch ein Randthema." Die erste eigene Event-Serie konzipierte sie mit der sambaXP ab 2002: Eine Konferenz für eine internationale Software-Community, die im Juni 2022 zum 21. Mal stattfand. "Es gab viel Bewegung in den ersten SerNet-Jahren", blickt Bachmeier zurück: z. B. die Ausgründungen von vokativ GmbH und emlix GmbH oder neue Standorte u.a. in Berlin. "Gemeinsam haben wir Ideen entwickelt, begleitet von dem Spirit: Dir gefällt das Projekt? Dann bring es voran! Es gab immer neue Herausforderungen." 2009 ging sie nicht nur in Elternzeit sondern auch privat nach Finnland. Von dort aus hielt sie dem Unternehmen die Treue – und SerNet ihr: "Trotz der Entfernung habe ich im Bereich Human Ressources Möglichkeiten eröffnet bekommen." Erst 2019 entschied sie sich auch beruflich für einen Arbeitgeber am neuen Wohnsitz Nürnberg – "mit SerNet tief im Herzen".

Die Begeisterung für Linux führte Oliver Seufer 2001 zur SerNet, nachdem er eine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker bei der GWDG absolviert hatte. Seine ersten Aufgaben als Netzwerkadministrator spiegeln nicht nur die Geschichte der Firma wieder, sondern auch die frühe Phase der Verwaltungs-Digitalisierung: Er betreute den Webserver der Stadt Göttingen. Nach einem Jahr wechselte er in das Kerngeschäft und arbeitete sich in die Konfiguration der von SerNet vertriebenen Firewalls ein. Aus dieser Anfangszeit ist ihm eine Kuriosität besonders in Erinnerung geblieben: "Früher haben wir tatsächlich noch Updates per Festplatte zum Kunden geschickt." Auch Seufer entwickelte sich im Unternehmen weiter und ist seit 2017 technischer Leiter.

SerNet wuchs stetig und damit die gesamte Verwaltungsarbeit. In diese Zeit fiel die Initiativbewerbung von Reinhild Jung, die 2002 in Teilzeit startete. Sie übernahm immer mehr Aufgaben und damit kontinuierlich mehr Verantwortung: 2009 erhielt sie Prokura und hatte seitdem die kaufmännische Leitung inne. Ihren Kernbereich – die Buchhaltung – entwickelte sie konsequent fort: "In diesen 20 Jahren sind wir bei der vollautomatisierten, digitalen Buchhaltung angekommen. Insbesondere die beiden letzten Jahre waren nochmals Katalysator."

Jung übernahm Anfang 2019 schließlich die gemeinsame SerNet-Geschäftsführung mit Loxen.

Ihre langjährige Verbundenheit zum Unternehmen machen Manuela Bachmeier, Reinhild Jung und Oliver Seufer unter anderem an der besonderen Unternehmenskultur fest. Jung: "Der offene Umgang unter den Kolleginnen und Kollegen ist bemerkenswert. Alle achten aufeinander – ein fach- und ortsübergreifend gesundes Arbeitsklima." Bachmeier führt weiter aus: "Familienfreundlichkeit wurde bei SerNet schon immer großgeschrieben." Außerdem unterstreicht sie die clevere Personalentwicklung als eine der Kern-Merkmale von SerNet. Das setze sich im Alltag in flachen Hierarchien sowie Weiterbildungsmöglichkeiten in alle Richtungen fort, bestätigen alle. Seufer betont, dass dabei nicht nur Eigenverantwortlichkeit eine Rolle spiele sondern auch die Möglichkeit, selbst Schwerpunkte herauszuarbeiten: "Die Kolleginnen und Kollegen brennen für ihre Themen." Außerdem kommt Jung auf das gute Verhältnis zu Kunden zu sprechen, durch das sich das Unternehmen auszeichne: "Wir spielen fair, verkaufen Lösungen, hinter denen wir stehen und geben die Sicherheit: SerNet kümmert sich."

Die nächsten 25 Jahre stehen an. Jung und Loxen wollen SerNet stetig weiterentwickeln. Die Ideale der ersten 25 Jahre sollen bewahrt werden. Jung: "Wir wollen unsere Wurzeln nicht verlieren, auch wenn wir uns natürlich immer wieder ändern müssen."


SerNet 2022