OPOSSO: Subskriptionen mit System verwalten

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Die SerNet GmbH stellt mit ihrem neuen Open-Source-Projekt OPOSSO ein freies Subskriptions-Management-Portal für die Vermarktung von (Open-Source-)Software bereit. Ein solches Verwaltungs-System war bislang nicht als freie Software verfügbar. Eine Lücke, die SerNet nun schließt.

Open-Source-EntwicklerInnen, die ihr Software-Projekt als Subskription verkaufen wollen, stellen schnell fest, dass es keine freie Lösung zum Subskriptions-Management gibt, in dem per Online-Shop verkaufte Zugangsschlüssel verwaltet werden können. OPOSSO soll hier Abhilfe schaffen. Das System verwaltet für Software-Abonnements die Zugangsdaten und Laufzeiten in Wechselwirkung mit einem Shop. Die bislang verfügbaren proprietären Lösungen von Red Hat oder SUSE sind nicht offen gelegt und ungeeignet für kleinere Projekte.

OPOSSO steht für OPensOurceSubScriptionpOrtal. SerNet hat die Idee 2014 entwickelt und setzt sie nun in einem Joint Venture mit der beclever AG um. Die Finanzierung hat SerNet übernommen. Im April/Mai 2016 soll OPOSSO unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden. Der Entwicklungsstand kann bereits live verfolgt werden, da die Software produktiv im Einsatz ist: oposso.samba.plus. SerNet nutzt OPOSSO für die Verwaltung der Subskriptionen für SAMBA+, die über shop.samba.plus verkauft werden.

OPOSSO hat am 2. Dezember 2015 den OSBAR, den Open Source Business Award, erhalten. Mit dem Preis zeichnet die OSB Alliance jährlich Projekte, Startups und brillante Ideen aus dem Open Source Umfeld aus.

Hintergrund zu OPOSSO

Shop

Als Shopsystem kann eine Standardlösung (z.B. Shopware) zum Einsatz kommen. Der Shop kann an PayPal und andere Zahlungsdienstleister angeschlossen werden oder auf Rechnung verkaufen. Standard-AGB für Software-Subskriptionen und eine Schnittstelle für die Übertragung von Rechnungen an die Buchhaltung mit DATEV sind vorhanden. Es können auch Datei-Downloads verkauft werden z.B. Handbücher als PDF oder anderer Inhalt als ZIP-Archiv.

OPOSSO

OPOSSO ist das Bindeglied zwischen Shop und Download-Server. Hier wird die Ware für den Shop vom Admin erzeugt und von den einzelnen Kunden in individuellen Accounts verwaltet. Sobald die Subskription eingetragen und mit Kennwort versehen ist, ist sie aktiviert und die Laufzeit beginnt.

Download-Server

Der Download-Server stellt das Software-Repository bereit und bezieht die Benutzernamen und Kennwörter aus der von OPOSSO verwalteten Datenbank.

Funktionsweise

Im Backend von OPOSSO werden Lizenzschlüssel für die Software erzeugt, z.B. jeweils tausend mal 1 Jahr, 2 Jahre und 3 Jahre Subskription. Diese Lizenzschlüssel werden dann im Backend des Shops als Ware hinterlegt. Kunden kaufen einen solchen Key im Shop via PayPal, Kreditkarte oder auf Rechnung. Im Frontend von OPOSSO können sie ihren Schlüssel dann anmelden und aktivieren. Der Key bildet dabei den Benutzernamen für den Download-Server und das Kennwort kann pro Subskription oder global für alle Subskriptionen gewählt werden. Der Zugriff über den Download-Server ist dann sofort möglich. 4 Angebot der SerNet

Veröffentlichung 2016

Ab Mitte 2016 soll OPOSSO als Open-Source-Software angeboten werden – in einem eigenen Software-Shop als Software-Subskription natürlich. Zusätzlich soll die Möglichkeit geschaffen werden, einen Shop und einen Download-Server über einen Hosting-Vertrag zu beziehen – entweder zum monatlichen Festpreis oder anteilig zum Shop-Umsatz. Die AGB-Vorlagen der SerNet können dann ebenso genutzt werden wie die Schnittstellen zur Buchhaltung mit DATEV.

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